Damals in Betlehem

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.“

Wer kennt den Beginn der biblischen Weihnachtsgeschichte nicht? Und Jeder meint genau zu wissen, wie sich die Geschichte zu dieser Zeit in der besagten Gegend abgespielt hat. Doch, wissen wir wirklich wie es war vor ca. 2000 Jahren im fernen Betlehem zu leben, zu arbeiten, den Duft der Eukalyptusbäume einzuatmen, den Römern Paroli zu bieten, zu träumen von einer besseren Welt und diese Hoffnung ausgerechnet in einem neu geborenen Säugling zu finden?

Der Generations Gottesdienst am 10.12. widmet sich diesen Fragen und versucht möglichen Antworten mal in einem ganz anderen Gewand nachzuspüren. Komm zu einem besonderen Generations, das diesmal um 18:00 Uhr in der Adventgemeinde Stuttgart-Mitte stattfindet und erlebe ein Weihnachts-Musical der besonderen Art.

Die Wirtin

Die tüchtige Geschäftsfrau hat schon so manchem Gast das ein oder andere Silberstück mehr abgeluchst. Um den Profit ihrer Herberge muss sie sich aufgrund der Volkszählung nun keine Sorgen mehr machen - umso mehr um ihre schüchterne Tochter Esther, die sich frisch verliebt hat. Das passt Muttern so gar nicht in den Kram!

Der Wirt

Eigentlich will er doch nur, dass sich seine Gäste so wohl wie möglich fühlen und würde dafür womöglich seine Privatzimmer räumen. Seine Ideale verwirft der gutmütige Wirt aber so manches mal um des lieben Friedens mit seiner Frau willen - doch irgendwann kommt auch für ihn die Zeit, ein Machtwort zu sprechen.

Esther, die Wirtstochter

Die große, weite Welt scheint Esther manchmal ein wenig unheimlich, umso mehr bewundert sie den kühnen Stallburschen der Konkurrenzherberge. Was sie jedoch nur schwer erträgt, ist das Leid anderer Menschen - um dieses zu lindern, nimmt die scheue Wirtstochter ihren ganzen Mut zusammen.

Joel, der Stallbursche

In seinen Tagträumen ist Joel ein großer Dichter, seit dem Tod seiner regimekritischen Eltern hat er es allerdings nur bis zum Stallburschen gebracht. Den Traum von einem besseren Leben teilt er mit seiner Schwester - mit seiner tiefen Verachtung für seinen obrigkeitshörigen Bruder steht er jedoch mehr oder weniger allein da.

Jochebet, das Dienstmädchen

Dass im Leben nicht immer alles rund läuft, das weiß Jochebet wohl - aber mit etwas Ärmelhochkrempeln lässt sich manches doch noch richten. Auf Diskussionen mit ihrer garstigen Chefin lässt sie sich deshalb nicht ein, aber die Versöhnung ihrer Brüder sollte doch machbar sein - oder?

Elad, hoher Diener des Herodes

Während seine Geschwister in einem Provinzstädtchen ihr täglich Brot bitter verdienen müssen, hat Elad es geschafft: seine Position am Königshof ermöglicht ihm ein komfortables Leben und auch mal ein Einzelzimmer trotz Überbuchung. Wäre da nur nicht die seltsame Weissagung über einen neuen König und seinen Stern...

König Herodes

Nichts ist dem König willkommener als die Schmeicheleien seiner Dienerschaft, nichts ist ihm lästiger als Konkurrenz. Jeglicher Kontrahent muss deshalb ausgeschaltet werden, selbst wenn es sich dabei um seine eigenen Söhne handeln sollte. Am liebsten würde er sich auch schnellstmöglich dieses angeblichen Königssäuglings entledigen...